RAW ist eines der Formate, in denen man die Aufnahmen seiner Digitalkamera abspeichern kann. Es sind dem Namen entsprechend Rohdaten, das heißt Computerdaten, die noch nicht formatiert oder bearbeitet sind. In der Kamera findet weder ein automatischer Weißabgleich noch Nachschärfen statt. Dies ist durchaus von Vorteil. Vor allem zieht man aber Nutzen daraus, dass die Bilder verlustfrei (also ohne Komprimierung) abgespeichert werden - alle Informationen bleiben erhalten. Zwar findet dasselbe auch bei der Sicherung als TIFF statt, doch erzeugt sie weitaus größere Dateien und es dauert länger, ein Foto aufzunehmen.
Um die Technik nachzuvollziehen, muss man die Arbeitsweise des CCD betrachten. Auf dem "digitalen Film" wird der jeweilige Wert für Rot, Grün und Blau auf jeweils einer Diode eingelesen. Jede dieser Dioden liefert ihre Angaben an den internen Rechner in der digitalen Form von 10 Bit, wenn die Kamera eine Farbtiefe von 30 Bit (3 mal 10) unterstützt. Damit besitzt man die Rohdaten, danach erfolgt im Falle etwa eines TIFF die sogenannte Interpolation. Natürlich benötigt sie etwas Zeit im Gegensatz zu der unbearbeiteten Fassung, man muss also bis zum nächsten Abdrücken etwas warten.
Bei der Interpolation ermittelt der interne Rechner die tatsächliche Farbe für jeden Bildpunkt, indem aus benachbarten Pixel ein Mittelwert gebildet wird. Zur Beschreibung des errechneten Bildpunktes werden 24 Bit verwendet, also für jeden Bildpunkt 2,4 mal mehr als für die Rohvariante.
Die Sache hat nur einen Haken. Wie die Rohdaten geschrieben werden, ist Sache des jeweiligen Herstellers. Es gibt keinen allgemeingültigen Standard für Raw. Will man am Computer das Foto weiterverarbeiten, dann ist man im Allgemeinen auf die Software des Herstellers angewiesen, das mit den Daten umgehen kann.
Diese Kameras besitzen das Feature: