Ich versuche hier heute und morgen eine Blitzbrevier zusammenzuschreiben. Da ich aber nicht genau weiß, wie oft und wie lange man einen Beitrag editieren kann, das "Ding" aber möglichst am Stück geraten soll: Bitte HIER erstmal nicht "reinpfuschen".
So Ihr Fragen habt (oder was unklar ist), diese bitte im Nachbarthread "Fragen zum Blitzbrevier" stellen, ich werde sie ab- und einarbeiten
Diese Anleitung gilt - zunächst einmal - für alle ("alten") Automatik-Blitze und Kameras mit X-Syncro-Buchse und/oder Mittelkontakt.
Auch für sogenannte TTL-Blitze, so sie auch über einen oder mehrere A-Modi verfügen.
Die Kamera - egal ob Bridge oder (D)SLR - muss über einen manuellen M-Modus verfügen, bei dem sich sowohl Blende als auch Belichtungszeit unabhängig voneinander einstellen können muß.
Als Beispielgeräte werde ich (auch auf Fotos) die Blitztypen
Metz 45 CT-1 / CT-4, Metz 32 CT-3/CT-4, Philips P536 und wenns denn sein muss, auch den Nikon SB-20 un einige Exoten vorstellen.
Absolute Kurzfassung:
0.) Blitz auf den Mittelkontakt aufstecken oder mit dem Syncro-Kabel an die X-Buchse anschließen.
1.) Kamera - egal welche - in "M"-Modus schalten, 1/45 - 1/125 vorwählen.
2.) Blitz in (einen) A-Modus schalten (nicht M + nicht TTL)
3.) An Kamera UND Blitz identische ISO-Zahl (Empfindlichkeit) einstellen.
4.) Am Blitz ablesen/einstellen für welche Blende das gilt.
5.) Diese Blende auch an der Kamera vorwählen.
6.) Zielen, drücken fertig.
Grundlagen
Achtung: Jedes geblitzte Bild stellt IMMER eine Doppelbelichtung dar.
Erstes Teilbild: Das das bei der eingestellten Blende und der Zeit auch
entstanden wäre wenn der Blitz nicht funktioniert hätte.
Zweites Teilbild: Das Bild, das der Blitz mit seiner ungeheuren Intensität
in weniger in weniger als 1/1000s auf dem "Sensor oder Film erzeugt"
Mit dem Wissen um die Teilbilder können wir die Bildwirkung steuern - Verbessern oder Verschlechtern - dazu später mehr.
Jeder Blitz simuliert Tageslicht (5600K)
Da er aber meist zusammen mit Raumbeleuchtung eingesetzt wird (Glüh- oder Leuchtstoff) entsteht sogenanntes Mischlicht.
"Tageslicht" also Teilbild 2.
"Kunstlicht" dagegen Teilbild 1.
Normalerweise soll man die Kamera bei Blitzeinsatz auf "Sonne,Tageslicht" stellen.
Ich meine "Schatten" kommt besser weil das farblich besser passt.
Achtung: Mit Blitz ist immer 12h-Mittag.
Jeder Blitz versucht aus dem Dustern eine "Tagesszene" zu machen, ähnlich wie die
Automatiken der Kamera. Um also eine dunklere Szene real zu gestalten, muss man
eine 1/3 bis eine halbe Blende weiter "zumachen" oder aber - das ist gleichwertig - dem
Blitz (und nur dem Blitz) eine höhere ISO vorgaukeln, sprich an ihm einstellen.
Steht die Cam auf ISO 100 und f4, der Blitz aber auf ISO 200 und Blendenbereich f4
dann schießt er auch 50 % weniger Licht ins Motiv. Also auch das was wir wollen: Alles ein wenig natürlicher/dunkler.
Umgekehr gehts natürlich auch: Gesetzt ich will an einem Tag unter Palmen die fürchterlich schwarzen Schatten der Wedel aufhellen und es reicht mit normalem Blitz nicht, dann sag ich einfach dem Blitz eine ISO < 100 an (geht) und er gibt mehr Saft
auf die Blitzröhre.
Blitze sind grell hell
Reine Blitzaufnahmen wirken immer gestanzt, die Farben geraten oft zu grell und oft zu hell. Mit Blitzreduierung (siehe oben) und Mischlicht lässt sich hier gegensteuern.
Blitze frieren Bewegung ein
Da ein Blitz nur ultra-kurz wirkt, werden auch sehr schnelle Bewegungen regelrecht
eingefroren. Ob das "wirkt" muss jeder in jeder Situation selbst entscheiden.
Ändern kann man das Verhalten kaum denn ob er nun 1/10.000 oder "1/1000" belichtet,
der Effekt bleibt ziemlich identisch. Auf keinen Fall mit der Blende oder der Bleichtungszeit der Cam spielen. Das nutz entweder nichts oder Verschlimmert die Lage nur.
Wie hell Blitzt's? (LZ)
(Leitzahl (LZ) des Blitzes)
Ist meist - zumindest war das früher so - die Zahl die numerisch im Kameranamen
genannnt wird: Metz 45 => LZ 45, Metz 32 => LZ 32, Philips 536 => LT (!) 36.
Ansonsten: Wie immer Handbuch lesen!
Leitzahl ist definiert als: Reichweite des Blitzes x Blende f (bei ISO 100 !!).
Eine verVIERfachung der ISO verdoppelt die Leitzahl!
Bedeutet:
Ein Metz 45 mit Leitzahl 45 bei ISO 100 reicht bei Blende f8 540 cm weit oder bei Blende 4 bis etwas über 10 Meter.
Steckt ein Metz 32 auf einer s100 reicht man damit bei ISO 100 locker bis 10m, mit dem eingebauten Teil beginnt ab 3m die Nacht.
Die Kameras "erhöhen" die Blitzreichweite in der Regel nur durch Erhöhung der
eignen Empfindlichkeit.
Dann werden bei ISO 400 aus LZ 10 (ISO 100) eines internen Blitzes LZ 20, bei ISO 1600 sogar LZ 40.
Den "Trick" - der ja keiner ist - beherrscht allerdings ein Externer auch. Dann werden aus LZ 32 des Kleinen Metz LZ 128 bei ISO 1600.
Wer will darf jetzt ausrechnen wie weit er damit bei f4 kommt.
Noch brachialer wird es beim Metz 45. Der bringts bei ISO 1600 auf LZ 180 und zusammen mit dem lichtbündelnden Televorsatz auf ~ LZ 320+. Sind dann real max 100 m bei Blende 4.
Blitze reichen sogar weiter, denn die Leitzahl bezieht sich auf "normale Belichtung" in "normaler Umgebung". Bei externen (und einigen internen) Blitzen darf man also zur nominellen Leitzahl 50 Prozent addieren, wenn man ausrechnen will, wie weit man mit ihm kommt, sogar mit 75% wenn man ausrechnen will, wie tief der Raum maximal sein darf in dem man ihn einsetzt.
Blitze reichen aber nur ENDLICH weit
Irgendwann aber ist auch bei Erhöhung der ISOs Ende Gelände. Dann wird das Ergebnis
zumindest nicht mehr ansehnlich.
Mit einem Blitz ist es in der Regel am angenehmsten zwischen ISO 100 und ISO 400
zu arbeiten, sprich bei einem internen bis maximal 4m (Bildmitte) und knapp 10m bei
einem kleineren Externen.
Raum schluckt Blitz
Blitze in der Nacht
In großen - dunkel gehaltenen- Räumen, in Hallen und vor allem im Freien
schluckt aber die schiere Tiefe des Raum mindestens eine Blende.
Während in kleinen Buden von den Wänden "danebengegangenes" Licht wieder auf das
Motiv zurückstahlt und es aufhellt verpufft die Lichtkeule im Freien einfach.
Darum im Freien: Nie auf maximale Reichweite spekulieren.
Blitz brennt Löcher
Blitze sehen das Gesamtbild nicht das Motiv. In der Regel bewertet ein Automatik-Blitz die Gesamthelligkeit des ganzen Bildes und versucht dann "seinen" Wert zu erzeugen. Bei kleineren helleren Flächen, oder etwa Gesichtern in Freien sollte man also die Kamerablende ein wenig schließen oder den Blitz - wie oben - über die ISO's cheaten damit die kleinen Flächen nicht überbelichtet (überblitzt) erscheinen.
Blitzen im Freien
Vor allem bei Aufnahmen über größere Entferungen damit rechnen, daß die Lichtkeule
auch vor dem Fotografen auf den Boden trifft und die Gesamtbetrachtung der Lichtsituatuin des Blitzes irritiert. Abhilfe: Eine kurzes Stückchen Karton mit Klebstreifen unter den Blitz heften und die Keule unten beschneiden.
Blitze schlagen Schatten
Ein Blitz macht viel hell, aber auch viel Dunkel. Die Folge die berüchtigten hässlichen Schlagschatten. Zwei Abhilfen sind kameraseitig ohne technischen Zusatzaufwand möglich: Mischlicht und "Indirektes Blitzen".
Blitze röten Augen
Vor allem die kleinen integrierten weil der Winkel zwischen Objektivachse und Achse des Blitzstrahls zu klein ist und das grelle Licht den Augenhintergrund "zum Aufleuchten bringt". Bessere Methode das zu vermeiden, vor allem viel besser und effizienter als alle technischen Methoden wie "Rote-Augen-Vorblitz": Den Abstand zwischen Objektivmitte und Blitzmitte erhöhen. Bei einem externen Blitz reichen bereits, daß er in der Regel einige cm höher liegt, mit einem externen Stabblitz sind "Rote Augen" fast nicht zu erzeugen.
Blitze sind gefährlich
Das grelle Licht eines leistungsfähigen E-Blitz kann extrem gefährlich werden.
Vor allem wenn es aus und im Dunkeln gegen Mensch oder Tier eingesetzt wird.
Die Blitzblendung kann dabei von Sekunden bis sogar Stunden und Tagen (sogar immer) andauern. Also bitte: je grösser die Leitzahl desto vorsichtiger.
Es kommt genauso besch.. wenn man sich beim Hantieren aus nächster Nähe - womöglich
noch mit verdecktem Sensor - eine Volle Ladung aus nächster Nähe ins Gesicht schießt.
Blitz gegen Sonne?
Blitze sind nicht nur etwas für die Nacht. Besonders gut kommen sie am glockenhellen Tag wenn die Sonne mal wieder knallharte Schatten wirft. Mit einem Blitz aufgehellt sieht das alles viel besser aus und in den schwarzen Löchern kann man plötzlich sogar noch etwas erkennen.
Sonne gegen Blitz
Im Direktvergleich macht aber ein Blitz gegen die Sonne keinen Stich. Der ist gegen ihre Lichtmenge eher eine kleine Funzel, also wird auch das "Aufhellen" nur
auf kurze Entferung funktionieren.
Vorsicht Halbschatten
Im Halbschatten zu blitzen kann seine Reize haben. Sobald es aber gelingt eine "zweite Sonne" ins Spiel zu bringen und das auf den Bildern irritierend zum Vorschein kommt hat man sich selbst ein Bein gestellt.
Ein Blitz kommt selten alleine (Slave-Blitz)
Diese Möglichkeit mit einem Hauptblitz mehrere Tochterblitze zu zünden
stelle ich irgendwann mal später vor. Will man es richtig machen wirds richtig
teuer und will man es preiswert halten muss man sich sehr gut auskennen, viel
experimentieren oder es wird außer Effekthascherei nichts
Der Blitz im Studio
Studioblitzanlagen haben mit einem internen Blitz und einem Aufsteckblitz etwa so viel gemein wie ein Rasenmäher mit einem Porsche. Beide sind zwar laut, bewegen sich
auf Rädchen und der Motor funktioniert nach dem gleichen Prinzip und dem gleichen
Stoff, das wars dann aber auch schon.
Blitzverlängerung
Teleaufsätze für Blitze. Es gibt sie integriert (bei verschiedenen Blitzen) oder
als Zusatzeinheit etwa für den Metz 45. Die Bündeln mit Hilfe von Fresnel-Linsen
das Licht, verengen die Lichtkeule und sind nur etwas für den Einsatz mit Tele-Objektiven und bringen dann Reichweite.
Im Nah-Bereich sind sie nur dann tauglich wenn sich der Effekt auch umkehren lässt und der Blitz dann flächiger ausleuchtet.
Ringblitze
Werden vor allem bei Nah- und Makro-Aufnahmen eingesetzt. Da das Lichtaustrittsfenster ringförmig um das Objekt angelegt ist, werden so unangenehme Schatten unterdrückt.
Mischlicht / Gemischtes Licht
So und nun zum Mischlicht, also zur "möglichst idealen Kombination von Teilbild A (dem des Tages- oder Restlichts ) und Teilbild B (geblitztes Bild)".
Ein Patenrezept kann hier nicht geliefert werden, nur eine Anleitung zur Selbsthilfe. Selbst die Technik ist hier ziemlich überfordert und wird je nach Situation öfter völlig danebenliegen.
Ideal wäre es doch, wenn der Blitz das erhellt was ihr unbedingt auf dem Bild sehen wollt, aber auch noch etwas vom "Raum" dahinter erkennbar mit aufs Bild kommt.
Raum, das kann alles sein, sogar ein Sonnenuntergang, ich denke da auch an "Porträt beim letzten Büchsenlicht".
Gingen wir ohne Blitz mit "A" heran würde die Automatik der Kamera die Belichtungstzeit so weit verlängern, daß am Ende ein vermutlich korrekt belichtetes, aber völlig verwackeltes Bild dabei herauskäme. Auch Volle Blende würde da nichts mehr retten. Dann wäre zwar das Hauptmotiv weniger verwackelt dafür würde der Horizont mangels Schärfentiefe unmöglich aussehen.
Und mit Blitz? Ziemlich helles Gesicht mit schwarzem Loch drumherum und einem grellen Punkt über einen sich hälftig teilenden Huintergrund.
Was tun?
Wir nutzen einfach die Tatsache daß jedes Blitzfoto eh aus zwei Bildern besteht und
.... manipulieren beide (!) mit Hilfe der ISO-Einstellung.
Führungsgröße muss die Blende sein, denn nur sie sorgt für die nötige Schärfetiefe.
Nehmen wir also an es muss f5,6 bei 35mm sein.
Gut, können wir nicht ändern, muss so sein also stellen wir f5.6 an der Kamera ein.
Nun kommt - nein nicht das Motiv - jetzt kommt der Horizont.
Durch Probieren und Erfahrung versuchen wir nun mit ISO eine Zeit zu erreichen (Durch Versuch, Spotmessung, Histogramm) bei der die Kulisse "gut" belichtet wird, bei der aber die Verschlußzeit < 1/30s bleibt.
Gut belichtet heist aber in diesem Fall nicht optimal belichtet, sondern das heist mindestens 2 Blenden unterbelichte!
Haben wir diesen Wert gefunden z.B. ISO 640 übertragen wir ihn "sehr großzügig nach oben aufgerundet" an den Blitz also würden wir dort ISO 1600 einstellen.
Auch stellen wir dort den Blitzbereich auf die von uns gewählte Blende ein.
Nun können wir das Bild machen:
Teilbild A, das mit "Raumlicht" wird die eingestellten zwei Blenden unterbelichtet sein, was auch sonst.
Teilbild B wird um etwa 0,7 Blenden unterbelichtet sein, weil wir ja dem Blitz weisgemacht haben unter ihm werkle eine Kamera die empfindlicher sei, also wird er weniger Licht beisteuern, sprich unterbelichten.
Aber das Gesamtfoto (A+B) das sich dann unverwackelt und mit der richtigen Schärfentiefe präsentiert:
Besteht aus einem Vordergrund (Person) minus 0,7e Blende plus Vordergrund Naturlicht -2 Blenden = Gesamtbild vorne - 0,3 Blenden, Hintergrund -2 Blenden.
Und das sieht aus: Wie es sein soll.
Zweites Beispiel:
Familenfeier, Abend, Festbeleuchtung.
Ohne Blitz zu Dunkel, Rauschalarm oder verwackelt. Mit Blitz Schlagschatten, indirekt schlecht möglich wegen Kassettendecke und Kronleuchter.
Was tun?
Erst mal feststellen/schätzen welche Zeit noch reicht, damit die menschlichen Motive gerade mal nicht stark - durch ihre Bewegungen - verwackeln.-> Sollte bei 1/30 liegen.
Nun Blende/ISO ermitteln bei dem die Schärfentiefe stimmen würde, das Foto ohne Blitz aber mindestens um zwei Blendenstufen unterbelichtet würde.
Diese Blende und wieder "ISO großzügig nach oben gerundet" am Blitz einstellen
und Fotografieren.
Sieheda wieder "Unterbelichtetes Raumbild" + "Knapp unterbelichtetes Blitzbild" = Ideal belichtetes Gesamtbild das auch die Grundstimmung des Raumes wiedergibt.
Wie man das Raumlicht zurückgewinnt kann jeder auf die Schnelle selbst ausprobieren.
Einfach einige Flaschen auf den Küchentisch patzieren - Deckenlampe an - und zuerst einmal mit 1/250, fester Blende und Automatikblitz formatfüllen auf das Stillleben blitzen.
Peng... Schlagschatten ohne Ende
Nun Schritt für Schritt die Belichtungszeit vergrössern (bis ~ 1/10) und aus gleicher Perspektive immer die gleiche Aufnahme machen.
Später am PC erkennt man dann wie - ausgehend vom 1ten Foto - die harten Schatten aufweichen, der Hintergrund von Bild zu Bild an Zeichnung und Farbe gewinnt, das Foto auch insgesamt heller wird und irgendwann dann einen Punkt erreicht da das Foto seltsam verschwommen und gleichzeitig scharf wirkt.
Das ist dann genau der Punkt bei dem Teilfoto A (das mit Raumlicht) und Teilfoto B (das Blitzbild) die gleiche Helligkeit erreicht haben. Und irgendwo ein zwei Stufen davor liegt dann das Optimum das man erreichen kann und will:
Scharfes Bild, das Tiefe aber nur leichte Schlagschatten aufweist.
Serienbilder mit Blitz:
Sind mit den bekannten Bridge-Kameras - insbesonder auch den von Fuji - NICHT möglich.
Mit (D)SLR sind sie bedingt möglich.
Dabei hängt die Möglichkeit einer Serienblitzfunktion weniger von den Kameras, denn von der der Nachladedauer/dem begrenztem Ladestrom der Blitzgeräte und deren Akkus ab.
Von "Funktioniert" - allerdings auch das nur bedingt - könnte man lediglich bei den
Metz 45 und Metz 60 Blitzen sprechen.
Und auch bei diesen ist die Serienblitzgeschwindigkeit - höchstens auf sehr kurze Entferungen bis 1m und kleiner Blende - nicht immer gewährleistet.
Winderbetrieb 1/fps sollte bei frischen NiCD-Akkus (nicht NiMH) der 45er und dem Bleiakku des Metz 60 möglich sein.
Allerdings wohl auch nur mit f5.6 und einem Motivabstand von 3-4 Metern.
Zweites Hindernis wäre der begrenzte Arbeitsspeicher heutiger DSLR der üblicherweise
keine Bildspeicherung in Echtzeit zulässt.
Hochgeschwindigkeits Blitzaufnahmen werden in der Regel mit kühlschrankgroßen Spezial-Kameras und Blitzanlagen hergestellt. Für den Privatmann sind sie kaum erschwinglich denn wirklich nützlich.
Akkus
In Blitzgeräten haben sich vor allem NiCD-Akkus bewährt. Diese haben zwar in der
Regel eine niedrigere Kapazität als NiMH-Akkus, allerdings ist deren Entladestrom höher.
Im Blitz eingesetzt werden Akkus mit Sicherheit nicht die höchstmögliche Lebensdauer
erreichen. Blitze "fressen" Akkus.
Akku-Pakete - eie die des Metz 45 - dürfen auf keinen Fall tiefstentladen werden.
Dadurch werden sie unbrauchbar.
Das gleiche gilt für die Bleigel-Akkus der Metz 60.
Pflege
Blitze sind in der Regel pflegeleicht, überraschend zuverlässig und halten in der Regel viele Jahre ohne Änderung der Eigenschaften.
Was unbedingt zu beachten ist: Akkus vor längerer Lagerung entnehmen um ein Auslaufen
der Zellen und Korrosion im Batteriefach vorzubeugen. Pasiert es trotzdem: Sofort und sehr gründlich mit viel Kontaktspray säubern, am besten mehrfach.
Elektrische Kontakte der Blitze - aber auch die der Akkus - sollten regelmässig mit einem guten Kontaktspray geputzt werden. Überganswiderstände erhöhen die Ladezeit.
Bitte auch regelmössig den Photosensor des Blitzes checken und putzen.
Schmutz dort löst Überbelichtungen aus.
Kommt auch noch
Das Märchen vom Killer-Blitz
Zubehör (das nichts taugt)
Zubehör (das [fast]nichts kostet)
Zubehör (das man sich auch mal was kosten lassen darf)
Wo stelle ich den Blitz ein?
Wo gibts noch Infos zum Thema:



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